Geschichte der KjG

Die Geschichte der KjG Ötigheim beginnt mit der Gründung des Kath. Jugendvereins durch Pfarrer
Josef Saier im Jahr 1905. Unter anderem gab es in dieser Gemeinschaft verschiedene
Gruppierungen: Sport, Theatergruppen, religiöse Veranstaltungen und einiges mehr...Der
Jugendverein war damals mit ca. 150 Mitgliedern einer der größten Vereine Ötigheims.
In den 20er Jahren stand alles im Sinne des Sports.
Eine DJK Mannschaft wurde badischer Meister im Handball, auf dem Gemeindeplatz fand ein
großes Turnfest mit über 200 Teilnehmern statt.
Die weiblichen Mitglieder engagierten sich vor allem in Theatergruppen.
In den 30er Jahren wurde die kath. Jugendarbeit stark durch die politische Situation beeinflusst.
Durch die geheime Staatspolizei wurden 1939 sämtliche kirchlichen Verbände aufgelöst.
Trotz dessem wurde mit viel Engagement weitergearbeitet.
Nach 1945 war einer sehr intensiven Ministrantenarbeit der Neuaufbau zu verdanken.
Nachdem 1947 der BDKJ als Dachverband aller katholischen Jugendverbände gegründet wurde,
setzte ein starker Neubeginn in unserer Gemeindejugendarbeit vor allem durch den gezielten
Einsatz von hiesigen Kaplänen, in denen die Jugendlichen nicht nur ihre „geistigen Führer“,
sondern auch echte Freunde fanden, ein.
Höhepunkt  in  jener  Zeit  war  sicherlich  das  große  internationale  Jugendtreffen  1953  auf  dem
Tellplatz mit rund siebentausend Teilnehmern aus dem In- und Ausland. Ebenso war das große
Ministrantentreffen 1954 für viele ein unvergessenes Erlebnis.
Die Jugend aus Ötigheim hatte auch immer wieder über das eigene Kirchendach hinausgeschaut, an
Veranstaltungen und Aktionen des Dekanates, der Diözese und des Bundes aktiv teilgenommen.
Beim Jungenschaftswettbewerb „Wir legen los“ in den Jahren 1964/1965 wird die Ötigheimer
Jungmannschaftsgruppe schließlich Diözesansieger und nimmt erfolgreich am Bundesentscheid teil.
Selbst nachdem die KjG/KFG 1966 im Untergeschoß des neu erbauten Kindergartens ein neues
Heim gefunden hatte, gab es immer wieder Höhen und Tiefen. Die Verantwortlichen versuchten, auf
der gewohnten Linie zu bleiben und der KjG den richtigen Weg zu weisen.
Lange Zeit waren auch Verantwortliche aus unserer Gemeinde maßgeblich im Dienste an der
Jugend des Dekanates Rastatt engagiert.
Unter  dem  Motto  „Zur  Antwort  bereit“  fuhr  eine  Abordnung  über  Pfingsten  1968  zum
Deutschlandtreffen der KFG/KjG, die sich dann 1970 endgültig den gemeinsamen neuen Namen
„KjG“ – Katholische Junge Gemeinde – gab.
In Ötigheim wagte die Jugend im Herbst 1968 eine große Unterhaltungsshow unter dem Motto
„Jeder kann gewinnen“. Dass über 500 Gäste kamen, war für die Jugend ermutigend, gab ihr in der
Gemeinde ein beachtliches Ansehen und lies diese mit Hoffnung in die Zukunft blicken.
Ab 1970 bekam Ötigheim keinen Kaplan mehr. Doch die Kapläne hatten es verstanden, der Jugend
zur Selbstständigkeit zur verhelfen und durch ihre gute Vorbereitung konnte die Arbeit auf der
gewohnten  Linie  weitergeführt  werden.  So  gibt  es  seit  1951  ununterbrochen  eine  gewählte
Pfarrjugendleitung.
Nach einem weiteren bunten Abend für die „Aktion Sorgenkind“ im Jahre 1971 fand im Herbst
1973 auf dem Gemeindeplatz eine „Jugendkirmes“ statt. Aus den positiven Erfahrungen solcher
Veranstaltungen heraus wagte es die Jugend, anlässlich des 70jährigen Jubiläums ein großes „Fest
für jung und alt“ aufzuziehen.
Nach diesem begeisternden Erfolg wurde es in der KjG wieder ruhiger, doch mit nicht weniger
Engagement  arbeiten  diejenigen  weiter,  die  sich  der Aufgabe  an  der  Jugend  in  jeder  Lage
verschrieben  haben.  Einen  erneuten Aufschwung  erfuhr  die  KjG  durch  das  erste  öffentliche
Jugendzeltlager 1983 in Klosterreichenbach. Seit diesem Zeitpunkt wird jedes Jahr ein Ferienlager
durchgeführt, welches sich mittlerweile zum Höhepunkt der KjG-Aktivitäten entwickelt hat.
Seit  1983  finden  die  Kinder  und  Jugendlichen  im  neuen  Geschwister-Scholl-Haus  in  der
Kirchstraße ideale Bedingungen zu den wöchentlichen Gruppenstunden und Sitzungen vor.
In den folgenden Jahren gab es immer mehr Aktionen und die KjG wächst und wächst. 2004 wird
die KjG mit über 260 Mitgliedern als größte KjG der Diözese Freiburg durch Diözesanleiter
Thomas Braunstein geehrt.
Die Aktionen der KjG belaufen sich im Moment auf die Tannenbaumaktion, den Kinderfasching,
verschiedene  Discos,  das  Zeltlager,  den  Elternabend,  den  Glühweinverkauf  im  Advent,
verschiedene Jugendgottesdienste, die Betstunde am Gründonnerstag sowie der Kinderbetreuung
beim Dorffest.
Das Wichtigste ist jedoch immer noch die wöchentliche Betreuung der Kinder und Jugendlichen in den Gruppenstunden.
Momentan gibt es mit LT und JLT 14 Gruppen,
pro Jahrgang eine Mädchenund eine Jungengruppen betreut von geschulten Gruppenleiter,
die alle einmal den Weg eines Gruppenkindes in der KjG genossen hatten.

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